Aktuelles

In dieser Rubrik finden Sie Veranstaltungshinweise und aktuelle Informationen
zum Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt.

 

 

17.07.2017

Machen Sie mit bei der Umfrage!

 

 

Bei einem Pressetermin an der Vesperhütte in Walldorf riefen der Stellvertreter des Landrats, Erster Landesbeamter Joachim Bauer (3. von links), sowie Vertreterinnen und Vertreter anliegender Kommunen und des Kreisforstamts zur Teilnahme an der aktuellen Online-Umfrage zur urbanen Waldwirtschaft auf.

„Uns interessiert, was der Bevölkerung am und im Wald wichtig ist“, brachte es der Erste Landesbeamte Joachim Bauer auf den Punkt. Denn die Schwetzinger Hardt ist ein regionales Waldschutzgebiet nicht nur für die Natur sondern auch für die Menschen, die darin Erholung und Ausgleich suchen.

Gefragt: Ihre Sicht auf die Schwetzinger Hardt

In einer groß angelegten Umfrage in den Modellregionen Stuttgart, Karlsruhe und Schwetzinger Hardt möchte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) herausfinden, was die Menschen von „Ihrem“ Wald erwarten, wie sie ihn nutzen und was ihnen im Wald wichtig ist. Die in wenigen Minuten zu beantwortende Online-Umfrage läuft noch bis Ende September 2017.

„Die Ergebnisse diese Umfrage sind nicht nur für die Wissenschaft interessant“, betont der Leiter der Kreisforstamtes Dr. Dieter Münch. „Auch für unsere praktische Arbeit im Waldschutzgebiet versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse. Wir möchten beispielsweise erfahren, welche Orte im Wald besonders beliebt sind bzw. welche nicht. Damit wir den Wald mit seiner Erholungsfunktion auch in Zukunft weiterentwickeln können, brauchen wir diese Informationen.“

Mitmachen bei der Online-Umfrage

 

 

26.06.2017

Online-Umfrage: Wer will was im Wald?

Wie nutzen und bewerten Waldbesuchende die Schwetzinger Hardt? Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg führt dazu eine Online-Umfrage durch. „Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie mit“, wirbt der Dr. Dieter Münch, Leiter des Kreisforstamtes im Rhein-Neckar-Kreis.

 

 

Wer aus Bäumen Bretter sägt, kennt den Wert des Waldes. Wer im Wald Bauland schafft, kennt ihn auch. Wie aber erkennt man den Wert von Wäldern, in denen Kinder spielen oder Senioren spazieren gehen? Wie erfährt man, unter welchen Bäumen sich die Menschen am besten erholen? Was weiß man über die Lieblingsplätze von Waldgästen, die joggen, Rad fahren, reiten oder ihre Hunde ausführen? „Wir müssen endlich den ganzen Wert des Waldes in den Blick nehmen, wenn wir über urbanen Wald reden. Dazu gilt es, vor allem die Brille der Waldbesuchenden aufzusetzen“, fordert Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Schraml von der FVA.


Wert des Waldes ermitteln

Gerade in dicht besiedelten Gebieten beraten derzeit mehrere Städte in Baden-Württemberg darüber, ob Wald für weiteren Wohnraum weichen soll. Eine politische Abwägung fällt schwer, da meist nur für den wirtschaftlichen und den ökologischen Wert von Waldflächen detaillierte Daten vorliegen. Der Wert des Waldes für die Gesundheit, die Naherholung und das Zusammenleben verschiedener Kulturen in der Stadt wird bislang nicht systematisch erfasst und somit auch nicht berücksichtigt. „Wir erhoffen uns eine breite Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer drei Modellregionen. Unter dem Motto „wer will was im Wald“ möchten wir mehr von den Menschen über deren Wertschätzung bestimmter Waldorte lernen“, meint Schraml.


Neue Wege zum Verständnis des Waldes

Das Forschungsprojekt ist groß angelegt. Gemeinsam mit den Forstverwaltungen in Stuttgart, Karlsruhe und im Rhein-Neckar-Kreis arbeitet die FVA an neuen Wegen, um dem Wert eines stadtnahen Waldes besser zu verstehen. Zwei Ideen stehen dabei im Mittelpunkt: Der Wald wird als Gesundheitsfaktor in seiner Bedeutung für das Klima, den Wasserschutz und die Luftreinheit ökonomisch bewertet. Vor allem aber erstellen die Forschenden gemeinsam mit den Menschen, die den Wald täglich nutzen, ein gemeinsames Bild ihres Waldes. Im Rahmen von Befragungen und Mit-Mach-Aktionen entstehen so Karten, die den sozialen und kulturellen Wert von Wäldern rund um die Städte in Baden-Württemberg differenziert darstellen.


Breit angelegtes Forschungsprojekt

Das Forschungsteam der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg, das sich mit diesen Fragen beschäftigt, hat bereits 3000 zufällig ausgewählte Haushalte rund um die Schwetzinger Hardt angeschrieben und hofft auf zahlreiche Teilnahme. An der repräsentativen Umfrage beteiligen sich neben Heidelberg und Schwetzingen auch Oftersheim, Sandhausen, Leimen, Walldorf, Hockenheim, Reilingen und St. Leon Rot.

Bis zum 15. September 2017 können alle Interessierten bei der Online-Umfrage mitmachen. 

 

14.06.2017

Neue Tafeln bei Walldorf und Oftersheim

Zwei neue Tafeln an den Waldeingängen von Oftersheim und Walldorf informieren die Besucherinnen und Besucher darüber, wie Mensch und Natur im größten regionalen Waldschutzgebiet Baden-Württembergs in Einklang miteinander gebracht werden.

 

 


Bürgermeister Jens Geiß (Oftersheim, Bild oben) und Bürgermeisterin Christiane Staab (Walldorf, Bild unten) freuen sich, die neuen Tafeln vorstellen zu können. Während in Oftersheim der Schwerpunkt auf der Erholungsfunktion liegt, steht in Walldorf die anspruchsvolle Arbeit der Forstwirte an oberster Stelle. Denn ohne ihre systematische Pflege könnte das Waldschutzgebiet nicht erhalten werden. Die Revierleiter Achim Freund und Gunter Glasbrenner hoffen, dass dank der Waldtafeln das Bewusstsein für diesen einzigartigen Naturraum weiter geschärft wird.

 

 

22.03.2017

Neue Waldtafeln bei Schwetzingen

 

 

Dr. Dieter Münch, Dr. René Pöltl, Revierleiter Andreas Kolb und Sebastian Eick (v.l.n.r.) bei der Einweihung der neuen Waldtafeln.

Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl freut sich, die neuen Waldeingangstafeln zum Regionalen Waldschutzgebiet vorstellen zu können: „Die Stadt Schwetzingen ist stolz darauf, Namensgeberin dieses besonderen Waldgebiets zu sein und die gesamte Bevölkerung schätzt und nutzt „ihre“ Schwetzinger Hardt auf vielfältige Weise.“
An verschiedenen Waldeingängen informiert das Kreisforstamt die Waldbesucher und -besucherinnen anhand neuer Informationstafeln über die Besonderheiten des regionalen Waldschutzgebiets. So auch mit den beiden Informationstafeln, die an der Schwetzinger Sternallee und bei der alla-hopp-Anlage aufgestellt wurden.

Informationen an zwei Waldeingängen

Die Tafeln sind inhaltlich zweigeteilt. Der eine Tafelteil vermittelt anschaulich, welche Waldbereiche hauptsächlich der Erholung dienen und welche geschont werden sollen. Nebenbei liefert er wertvolle Hinweise zur Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Schwetzinger Hardt.
Der zweite Tafelteil stellt einen direkten Bezug zur Stadt Schwetzingen her. An der Sternallee widmet sich die Tafel den Themen „Stern“, „Historische Jagd“ und „Wasser“. Bei der alla-hopp-Anlage werden die Themen „Naherholung“, „Reiten“ und „Trimm-Dich-Pfad“ erläutert.
Der zuständige Revierleiter Andreas Kolb weist bei dieser Gelegenheit auf die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald und die daraus resultierenden Konflikten hin. „Diese können wir nur durch gegenseitige Rücksichtnahme lösen“, ist er sich sicher. Ausdrücklich bedankt er sich abschließend beim städtischen Bauhofteam für die logistische Unterstützung und das Aufstellen der beiden Tafeln.


 

19.12.2016

Weiteres Sanddünenprojekt in der Hardt

 

 

Mit schwerem Gerät wurden die Vegetation und der Oberboden auf den Projektflächen entfernt. (Bild: Anja Lehmann).


„Diese Fläche ist eine echte Bereicherung für mein Revier!“, freut sich Förster Achim Freund. Damit meint er das jüngste naturschutzfachliche Hotspot-Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt (BBV) zur Verbesserung der Trockenlebensräume in der Schwetzinger Hardt. Geplant und reibungslos umgesetzt wurde die „Sanddüne Franzosenbusch“ im Staatswald vom Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz in Bühl (ILN) im Auftrag vom NABU Landesverband Baden-Württemberg als Projektträger. Dazu wurden auf der Kuppe in der Nähe des Viehtriebwegs auf 5.000 m² zunächst alle Bäume und Sträucher mit dem Sieblöffel eines Baggers entfernt, ehe der Oberboden 20 cm tief abgeschoben wurde. Das Material wurde in unmittelbarer Nähe wieder eingebaut. So ist ein weiterer Lebensraum für geschützte Sandarten wie Sandstrohblume, Sandsilberscharte und Sandlaufkäfer entstanden. Diese seltenen Arten sind auf offene, stark besonnte Standorte angewiesen - im Gegensatz zu den schattigen bewachsenen Waldflächen. „Dieses Projekt hat nicht nur einen unschätzbaren Wert aus naturschutzfachlicher Sicht, es weitet auch für alle Erholungssuchenden im Wald den Blick und sorgt für Abwechslung beim Waldbesuch“, ist sich Achim Freund sicher.

 

 


Die Freiflächen schaffen neuen Lebensraum für typische Arten der Sanddünen.
(Foto: Ulrike Riedl).


Nähere Informationen gibt es am Hinweisschild direkt an der Fläche oder im Internet unter www.lebensader-oberrhein.de

 

08.12.2016

Invasive Arten im Wald

 

Dr. Mattias Rupp von der FVA erläutert die Ergebnisse im Bestand

 

Unter dem Thema "Invasive Arten im Wald" fand Anfang Dezember 2016 auf Einladung des Bundesamts für Naturschutz, des Julius-Kühn-Instituts und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) eine dreitägige Fachtagung statt. Neben zahlreichen Vorträgen war der dritte Tag für Exkursionen vorgesehen. Eine davon führte die bundesweit angereisten Teilnehmenden in die Kiefern-Waldlebensräume des oberrheinischen Tieflands. Unter der Leitung von Dr. Hans-Gerhard Michiels und Dr. Mattias Rupp erfuhren die Fachleute im Regionalen Waldschutzgebiet der Schwetzinger Hardt Interessantes zur Problematik der eingewanderten Amerikanischen Kermesbeere. Die invasiv in das Waldgebiet eindringende Pflanze bedroht und verdrängt die charakteristischen Artgemeinschaften der Kiefern-Waldlebensräume und stellt somit für die Zielsetzungen im Regionalen Waldschutzgebiet eine besondere Herausforderung dar. Denn ihr Vorhandensein und ihre Ausbreitungsdynamik beeinträchtigen das Entstehen von naturschutzfachlich gewünschten und wertvollen lichten Kiefern-Waldlebensräumen. Anhand von Versuchsflächen wurden den Teilnehmenden die Biologie der Kermesbeere sowie Verfahren zum Monitoring und zur Bekämpfung vorgestellt.

 

Treffpunkt an der Vesperhütte in der Schwetzinger Hardt

 

 

13.10.2016

Waldtag-Quiz: Gewinner stehen fest

 

Große Resonanz auf das Quiz beim Waldtag in der Schwetzinger Hardt

 

Insgesamt 152 Personen hatten am Waldtag in der Schwetzinger Hardt am Quiz des Kreisforstamtes teilgenommen. "Das ist eine erfreulich gute Resonanz", bekräftigt Dr. Dieter Münch, Leiter im Kreisforstamt im Rhein-Neckar-Kreis. Wer mitmachen wollte, musste am Waldtag den ganzen Parcours ablaufen, um die acht Fragen auf dem Quizbogen zu beantworten. Denn darunter waren auch einige richtig harte Nüsse: Welche Baumarten besiedelt der geschützte Heldbock? Wie werden die Bäume genannt, die bei der Durchforstung begünstigt werden? Oder: Wie werden die Samen der Kermesbeere verbreitet? Die richtigen Informationen konnten an bestimmten Stationen des Rundkurses gefunden werden. Da waren viel Ausdauer und Aufmerksamkeit gefragt.

Auch wenn die meisten Spielfüchse einen Großteil der Fragen richtig beantwortet hatten, am Ende entschied das Los. Gezogen wurden die Gewinner von Ulrike Riedl, der Hauptorganisatorin des Waldtages im Beisein von Dr. Dieter Münch. Die Glückwünsche gehen an:

1.      Preis: Cordula Kienle aus Sandhausen freut sich über ein außergewöhnliches
         Vogelhaus.
2.      Preis: Daniela Kaminski aus St. Leon-Rot gewinnt einen Raummeter Brennholz.
3.      Preis: Christian Pieper aus Hockenheim darf mit Förster Andreas Kolb vor
         Weihnachten einen Christbaum aussuchen und selbst absägen.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kreisforstamt war das Quiz auch eine interessante Erfahrung. "Die Mischung aus anspruchsvollen Fragen und informativen Stationen ermöglichte einen spielerischen Einblick in die Vielfalt der Schwetzinger Hardt", bilanziert Dr. Münch. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir so eine Art Ratespiel einmal wieder anbieten."

 

 

20.09.2016

Vom Baumklettern bis zur Wildbratwurst

Erster großer Waldtag für die gesamte Schwetzinger Hardt am 18. September 2016

 

An vielen Ständen gab es den ganzen Tag über Informationen und Mitmach-Aktionen
rund um das Thema Wald.


Trotz Regen am Vormittag kam der erste große Waldtag für die gesamte Schwetzinger Hardt bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut an. Von der Bürgerbegegnungsstätte in Reilingen aus führte ein etwa drei Kilometer langer Rundkurs zu 27 Stationen mit ganz unterschiedlichen Themen und Mitmach-Aktionen. Ausgestattet mit wetterfester Kleidung machten sich die Besucherinnen und Besucher daran, die vielfältigen Facetten des regionalen Waldschutzgebietes zu erkunden. An verschiedenen, im Wald verteilten Ständen konnten sie sich über die moderne Waldbewirtschaftung und aktuelle Naturschutzthemen informieren, mutige Kids bei Kletteraktionen ihre Geschicklichkeit testen oder beim Bogenschießen ihr Glück versuchen. Ein Motorsägekünstler zaubert in wenigen Minuten mit geschickten Händen Tiere und andere Figuren aus dem Holz und Exkursionen führten unter anderem zur Walddüne am Hohen Stein. Wer sich einmal daran gewöhnt hatte, auf den nassen Wegen über Pfützen zu springen, vergaß bald den wolkenverhangenen Himmel. Und wenn der Magen knurrte, luden Cateringstationen mit frisch gegrillten Wildbratwürsten und andere Leckereien zur Stärkung ein.

 

Nicht nur kleine Besucher konnten den Wald spielerisch erkunden

 

Einmalige Gemeinschaftsaktion

 

„Ohne die tatkräftige Mitarbeit der vielen Akteure hätten wir dieses einmalige Programm nicht auf die Beine stellen können“, versicherte der Leiter des Kreisforstamtes Dr. Dieter Münch. „Wir bedanken uns deshalb ganz herzlich bei allen Beteiligten für ihr großes und in den meisten Fällen ehrenamtliches Engagement.“ Die Bedeutung dieser Gemeinschaftsaktion für den Wald betonte auch Grit Puchan, Ministerialdirektorin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, in ihrem Grußwort. Ein Waldschutzgebiet in einer dicht besiedelten Region kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn es die Menschen vor Ort mit tragen und in der Öffentlichkeit eine Akzeptanz für die Belange des Waldes vorhanden ist. „Der Waldtag hat uns gezeigt“, so Dr. Münch, „dass wir mit unserem Konzept auf einem guten Weg sind: Es ist uns gelungen, mit diesem Programm viele Menschen für den Wald zu begeistern.“ Das können auch die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung nur bestätigen: An vielen Ständen gaben sie interessierten Waldbesuchern Auskünfte zu ganz unterschiedlichen Fragen: Vom Waldbau über die Jagd bis hin zum Klimawandel. Am Ende zogen die Veranstalter deshalb eine insgesamt positive Bilanz.

 

05.09.2016

Sternradtouren zum Waldtag

Von Hockenheim, Oftersheim, Sandhausen und Walldorf aus finden am 18. September Sternradtouren zum Waldtag statt. Zur Eröffnung wird Minister Peter Hauk erwartet.

 

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude auf den großen Waldtag am 18. September rund um die Bürgerbegegnungsstätte Reilingen ist riesig. Auf einem drei Kilometer langen Rundkurs im Wald erwartet große und kleine Gäste von 10 bis 17 Uhr ein buntes Programm mit vielen Aktionen zum Mitmachen, Probieren und Informieren. Alle Kinder bekommen eine Stempelkarte und mit genügend gesammelten Stempeln ein kleines Geschenk aus Holz, wenn sie nach Hause gehen. Die Erwachsenen können ihr Wissen an den acht gleichmäßig verteilten Quizstationen prüfen. Ihnen winken tolle Preise, wie ein motorsägengeschnitztes Kunstwerk, ein Ster Brennholz oder ein Weihnachtsbaum zum Selbstaussuchen und Selbstschlagen. Sicher ist sicher: die Forstwirte des Kreisforstamtes waren in der vergangenen Woche mit einem Hubsteiger im Einsatz, um auf dem Rundkurs des Waldtages Gefahren durch dürre Äste zu beseitigen. 

Sternradtouren


Der große Waldtag im „Reilinger Eck“ soll ein Fest für die gesamte Bevölkerung im Umfeld der Schwetzinger Hardt werden. Deshalb wird es vier Sternradtouren geben, die sich jeweils mit kompetenter forstlicher Begleitung auf den Weg zur offiziellen Eröffnung um 11:30 Uhr an der Bürgerbegegnungsstätte machen. Die Hockenheimer Gruppe trifft sich um 10 Uhr mit Stadtrat Fritz Rösch am Marktplatz und erhält unterwegs interessante Informationen vom zuständigen Revierleiter Andreas Kolb, während der stellvertretende Forstbezirksleiter Michael Herwig die Gruppe aus Oftersheim um 10 Uhr am Waldparkplatz am Wildgehege erwartet. Von Sandhausen aus startet Förster Achim Freund ebenfalls um 10 Uhr an der Bushaltestelle beim alten Wasserwerk, während die Gruppe aus Walldorf mit Bürgermeisterin Christiane Staab und Förster Gunter Glasbrenner erst um 10:30 Uhr am Rathaus losfährt.
„Wir freuen uns ganz besonders“, so der Leiter der Kreisforstamtes Dr. Dieter Münch, „dass unser zuständige Minister Peter Hauk  den Weg zu uns in die Schwetzinger Hardt finden wird und so die großartigen Bemühungen aller Beteiligten entsprechend würdigt.“ „Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter“, wünscht sich Forstbezirksleiter Sebastian Eick!

 

18.08.2016

Bogenschießen, Klettern, Barfußpfad - buntes Waldtagprogramm für Familien

 

Vom Seilklettern über Bogenschießen bis hin zum Barfußpfad: Große und kleine Besucher erwartet auf dem Waldtag ein buntes Programm mit vielen Mitmach-Aktionen. 

 

Der Waldtag 2016 in der Schwetzinger Hardt bietet am 18. September von 10 bis 17 Uhr vielfältige Mitmach-Aktionen und Angebote für Familien: So können kleine und große Besucher am Stand des Reilinger Kinderhauses beim Grünholz-Schnitzen praktische Erfahrungen sammeln, bei einem Waldbodenexperiment ihren Forschergeist testen oder auf dem Barfußpfad den Wald mit allen Sinnen erleben. Das Kreisforstamt im Rhein-Neckar-Kreis lädt ein zum Balancieren auf der Slackline und zum gesicherten Hochklettern an einem Baumstamm. Konzentration und eine ruhige Hand brauchen alle, die beim Flying Arrows Feldbogenclub einmal selbst einen Bogen spannen und den Pfeil ins Innere der Zielscheibe bringen wollen. Leicht verständliche und interessante Informationen rund um den Wald mit zusätzlichen Bastelangeboten für Kinder bietet das Waldmobil der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau.

 

Für jeden ist etwas geboten!


Die Forstwirt-Auszubildenden des Kreisforstamtes laden an ihrer selbstgebauten Murmelbahn alle zum Ausprobieren ein. Tierfreunde haben die Gelegenheit, einen Steinadler in Natura zu erleben oder können Schafe und Ziegen auf einer Weide mitten im Wald beim Grasen beobachten. Vielleicht zieht auch der Motorsägen-Künstler kleine Besucher in seinen Bann, wenn er mit dröhnendem Geräusch aus einem Baumstamm die unterschiedlichsten Figuren zaubert? Oder sind es die Wildtierpräparate der Jägervereinigung, die neugierigen Waldbesuchern endlich einmal zeigen, wie ein Marder oder ein Eichelhäher aussieht?

Die Liste der Aktionen auf dem Waldtag ist lang und die Angebote spannend. Und sicher ist auch: Wer sich am Waldtag auf den Rundkurs mit seinen 27 interessanten und abwechslungsreichen Stationen begibt, macht früher oder später einmal Halt bei einer der drei Verpflegungsstationen. Zentraler Treff- und Ausgangspunkt ist die Bürgerbegegnungsstätte in Reilingen. Der erste Teil der Strecke verläuft auf gut ausgebauten Waldwegen und ist auch für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet.

 

2.08.2016

Moderne Technik schont
Wald und Mensch

 

Ohne Rückemaschine läuft nichts: Mit ihr werden Stämme aus dem Wald zum Polter
an den Weg gebracht. (Foto: D. Burkhardt)

 

Welche Verfahren und Geräte verwendet die moderne Forstwirtschaft zur nachhaltigen Nutzung des Waldes? Welche Techniken schonen den Boden, die Menschen und die Bäume, die nicht gefällt werden, sondern weiterwachsen sollen? Antworten auf diese Fragen und mehr erfahren die Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Stationen des Kreisforstamtes beim Waldtag am Sonntag, 18. September 2016 in der Schwetzinger Hardt. Moderne Harvester - vollmechanisierte Holzernter - können die Stämme in einem Arbeitsgang absägen, entasten und in gleichen Längen an der Rückegasse ablegen. Dies dient nicht nur dem Bodenschutz sondern auch der Sicherheit der im Wald arbeitenden Menschen. Wer mag, kann auch live erleben, wie eine Forstwirtgruppe ganz konventionell einen Baum unter Einhaltung höchster Sicherheitsaspekte fällt.

 

Wie wird ein Baum zum Brett?

 


Herstellung von Holzhackschnitzeln: Hacker erschließen neue Holzdimensionen.


Zudem informieren die Försterinnen und Förster darüber, wie aus einem einzelnen Baum Bretter, wertvolle Furniere, Brennholz oder Hackschnitzel gewonnen werden. Was mit den Produkten weiter geschieht, demonstrieren einige holzverarbeitende Firmen. Das eigens für den Waldtag aufgebaute mobile Sägewerk lässt aus einem Baumstamm sägerauhe Brettware entstehen.

 

Durchforstungsspiel und vieles mehr

 

Beim "Durchforstungsspiel" wird anschaulich gezeigt, wie sich die Entnahme einzelner Bäume auf den Bestand auswirkt und wie der Wald von der jungen Kultur bis ins hohe Alter richtig gepflegt wird. Auch zur Jagd und Wildverwertung können sich die Besucherinnen und Besucher beim Waldtag schlau machen. Warum wird in der Schwetzinger Hardt überhaupt gejagt? Welche Auswirkungen hat dies auf die Tierbestände? Wie viel Wild wird in einem Jahr erlegt und was geschieht damit? Ausgangspunkt für den Rundkurs mit 27 Stationen zu diesen und vielen anderen Themen ist die Bürgerbegegnungsstätte in Reilingen. "Wir laden Sie herzlich ein, sich beim Waldtag dazu aus erster Hand zu informieren", so Dr. Dieter Münch, Leiter des Kreisforstamtes.

 

 

8.08.2016

Wald im Wandel der Zeiten

 

Ein Schafhirte zeigt auf dem Waldtag, wie die Waldweide früher ausgesehen hat.
(Foto: D. Burkhardt)

 

Seit vielen Jahrhunderten nutzt der Mensch den Hardtwald für seine Zwecke. Er diente schon vor Urzeiten als Quelle für Bau- und Brennholz und im Mittelalter trieben die Bauern ihre Rinder, Ziegen und Schweine zur Weide in den Wald. Der Name "Hardt" ist ein altes germanisches Wort für "Waldweide" und zeugt von dieser Geschichte. Durch das Sammeln von Laub und Moos als Einstreu für die Ställe haben die Menschen die Nährstoffverhältnisse im Boden und damit die Wachstumsbedingungen für die Pflanzen nachhaltig verändert. Die Schwetzinger Hardt, wie sie Waldbesucher heute erleben, ist ein Produkt dieser vielfältigen Nutzungen. Auf dem Waldtag am Sonntag, 18. September können sich an der Waldgeschichte Interessierte wie in einer Zeitmaschine in vergangene Tage zurückversetzen.

Waldweide früher und heute


So zeigt ein Schafhirte aus Rauenberg mit seinen Schafen und Ziegen an einer Station auf dem Waldtag-Rundkurs, wie Waldweide früher ausgesehen hat - und welche Bedeutung ihr heute für den Naturschutz zukommt. Schülerinnen und Schüler der Sambuga-Schule aus Walldorf demonstrieren, wie unsere Vorfahren Streunutzung betrieben haben. Der Heimatverein Walldorf informiert anschaulich über historisches Waldgewerbe, besonders über die Kiefernharznutzung und wer mag, kann gerne beim Besenbinden zuschauen.

Führungen zur Waldgeschichte


Auch die waldgeschichtliche Führung vermittelt anschauliche Einblicke in die Vergangenheit: Wie entstand das Straßen- und Wegenetz in der Schwetzinger Hardt? Welche Geschichten können Kleindenkmale wie Grenzsteine, Sandsteinwegweiser oder der Kuhbrunnen und das "Herzogenkreuz" erzählen? Die BUND und NABU Ortsvereine beleuchten gemeinsam mit der Agenda Hockenheim bei ihrer Führung, wie Kultur und Wald in engem Zusammenhang standen und noch immer stehen. Die Abteilung "Gesellschaft und Wald" der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg wird sich über Gesprächsrunden und Besucherbefragungen genau demselben Thema widmen.

Balance zwischen verschiedenen Nutzungsinteressen


"Mit ganz unterschiedlichen Aktionen für Groß und Klein wollen wir zeigen, wie sich der Wald im Laufe der Zeit verändert hat", so Forstbezirksleiter Sebastian Eick. Auch heute hat der Mensch viele Ansprüche an den Wald, verändert ihn nach seinen Nutzungsinteressen oder möchte ihn als Lebensraum für Pflanzen und Tiere möglichst naturnah erhalten. "Es geht darum, zwischen diesen verschiedenen Zielen eine gute Balance zu finden", so Eick. "Im Grunde zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden durch das vielfältige Programm des Waldtages."

 

1.08.2016

Infos und Führungen zum Naturschutz

Beim Waldtag am 18. September 2016 können sich Besucherinnen und Besucher bei verschiedenen Führungen und an Info-Ständen aus erster Hand zum Thema "Naturschutz in der Schwetzinger Hardt" informieren.

 

 

Im 3.125 Hektar großen Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“ befinden sich die größten zusammenhängenden Flugsand- und Dünengebiete in Baden-Württemberg. „Viele Erholungssuchende im Wald wissen jedoch wenig darüber, welche überregionale Bedeutung die lichten Kiefernwälder in der Hardt für den Natur- und Artenschutz haben“, so Dr. Dieter Münch, Leiter des Forstamtes im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Auf dem Waldtag am Sonntag, 18. September werden das Kreisforstamt und viele weitere Akteure den Menschen diese Zusammenhänge näher bringen. Die Mitarbeiter des Kreisforstamtes zeigen an ihrem Stand, wie Waldnaturschutz über ganz unterschiedliche Maßnahmen, wie beispielsweise die Anreicherung von Totholz, in die heutige Waldbewirtschaftung integriert wird.

 

Welche Erfolge gibt es bei der Neophytenbekämpfung?


Wie können die lichten Kiefernwälder in der Schwetzinger Hardt erhalten werden? Dieser Aufgabe widmen sich Freiburger Wissenschaftler der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt bei ihren Exkursionen über die laufenden Maßnahmen und Erfolge der Neophytenbekämpfung. Das Thema ist hochbrisant: Denn eingeschleppte Pflanzen wie die Amerikanische Kermesbeere haben sich in der Schwetzinger Hart bereits massenhaft ausgebreitet und stehen in starker Konkurrenz zu den hier vorkommenden Waldgesellschaften. Dieser Tatsache will das Kreisforstamt im Rhein-Neckar-Kreis nicht tatenlos zusehen und hat zusammen mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) auf einer 20 Hektar großen Fläche ein Modellprojekt gestartet, das bis 2017 laufen soll. Im Herbst werden neue Ergebnisse aus dem wissenschaftlichen Monitoring vorliegen und der Projektleiter Dr. Mattias Rupp (FVA) informiert aktuell über die bisherigen Erfolge und wie das Projekt weitergeht.
 

Naturzschutzmaßnahmen am Saupferchbuckel


Der Saupferchbuckel - einer der Schwerpunkte der Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des sechsjährigen Projekts „Lebensader Oberrhein“ der beiden NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg - liegt ebenfalls in der Schwetzinger Hardt. Die Besucherinnen und Besucher des Waldtages können sich bei zwei Fahrradexkursionen zu diesen besonderen Sanddünen aus erster Hand informieren, welche Naturschutzmaßnahmen durchgeführt werden und wie sie sich entwickeln. Am Infostand sind Acht- bis Zwölfjährige herzlich eingeladen, beim Malwettbewerb zur biologischen Vielfalt mit zu machen und hochwertige Preise zu gewinnen. 
 
Der Rundkurs mit den Stationen zum Waldtag befindet sich am südlichen Ende der Schwetzinger Hardt, an der Bürgerbegegnungsstätte Reilingen.

 

12.07.2016

Waldtag 2016 mit buntem Programm für Groß und Klein

Am 18. September 2016 findet in der Schwetzinger Hardt zum ersten Mal ein großer Waldtag für das gesamte Waldschutzgebiet statt.

 

Vorfreude auf den großen Waldtag am 18. September:
Landratsstellvertreter Joachim Bauer (2.v.r.), Sebastian Eick (links) und Dr. Dieter Münch (rechts) vom    Kreisforstamt sowie die Bürgermeisterin der Stadt Walldorf, Christiane Staab (2.v.l.) und der Bürgermeister der Gemeinde Reilingen, Stefan Weisbrod (3.v.l.) werben für die Schwetzinger Hardt. - (Foto Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis)

 

An der Bürgerbegegnungsstätte Reilingen und im angrenzenden Wald erwartet große und kleine Gäste von 10 Uhr bis 17 Uhr ein buntes Programm mit vielen Aktionen zum Mitmachen, Probieren und Entdecken. Veranstalter ist das Kreisforstamt zusammen mit der Gemeinde Reilingen. Darüber hinaus beteiligen sich viele weitere Akteure: Kirchen, Vereine, Verbände, Jägerschaft, Stadtwerke, Hardtgruppe, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und viele mehr. Von der Bürgerbegegnungsstätte aus führt ein etwa drei Kilometer langer Rundkurs zu 27 Stationen mit ganz unterschiedlichen Angeboten und Themen: Waldbewirtschaftung und Holzverwendung, Holzsägekünstler, Bogenschießen- und Seilkletter-Aktionen, Führungen zur Waldgeschichte und zum Naturschutz, Informationen zum Klimawandel und vieles mehr stehen auf dem Programm.


Ökumenische Andachten, Yoga, Lesungen und vieles mehr

Etwa die Hälfte dieses Rundkurses ist auch mit dem Rollstuhl befahrbar. Etwas abseits des Rundkurses liegt die Station „Stiller Wald“. Dort werden zwei ökumenische Andachten, Entspannungsübungen und Lesungen stattfinden. Wer möchte, kann sich hierhin zurückziehen, einem Märchenerzähler zuhören oder Querflötenmusik lauschen. Verpflegungsstände kümmern sich an vier Standorten entlang des Rundkurses um das leibliche Wohl; an der Bürgerbegegnungsstätte sorgen Jagdhornbläser und weitere Musikgruppen für die musikalische Unterhaltung.

Viele Facetten des Waldschutzgebiets erleben


„Auf dem Waldtag 2016 möchten wir allen Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit geben, die vielen ganz unterschiedlichen Facetten des regionalen Waldschutzgebiets hautnah zu erleben“, so der Erste Landesbeamte Joachim Bauer. Er bedankt sich jetzt schon herzlich bei allen, die mitmachen und zu diesem „hochattraktiven Programm“ beitragen. Auch Bürgermeister Weisbrod freut sich auf dieses besondere Ereignis für Reilingen und hofft, dass sich besonders junge Familien begeistern lassen. Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab wünscht sich, dass durch den Waldtag ganz viele Menschen in den Wald kommen und ihn intensiv erleben. „Wir möchten Lust auf den Wald machen!“ betont sie. Der Leiter des Kreisforstamtes, Dr. Dieter Münch, stellt abschließend die Stationen der Waldbewirtschaftung vor: „Wir wollen unser Tun und die vielfältigen, teils komplexen Zusammenhänge des Waldes einer breiten Öffentlichkeit erklären und hoffen auf einen großen Zuspruch.“


Das Kreisforstamt wird am Sonntagvormittag von einigen Hardtgemeinden aus eine Sternradtour zum Waldtag organisieren.

 

 

23.05.2016

Maikäferjahr in der Schwetzinger Hardt

Maikäfer schädigen dieses Jahr verstärkt den Hardtwald. Aber die kahlgefressenen Bäume werden sich bis zum Sommer erholen. 

 


Rein rechnerisch erwartet uns in diesem Jahr – nach bekanntlich 4-jähriger Entwicklungszeit der Maikäferlarven im Boden – im Rheintal von Schwetzingen bis Karlsruhe wieder ein klassisches Flugjahr. Dies belegen auch die zahlreichen Probegrabungen der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg (FVA), die die Maikäferentwicklung in ganz Baden-Württemberg wissenschaftlich begleitet und untersucht. Parallel dazu ist die forstwissenschaftliche Abteilung der Uni Freiburg vor Ort, um das Flugverhalten der frisch geschlüpften Maikäfer zu untersuchen. Bereits Mitte April sind die ersten Käfer geschlüpft, wie die FVA durch ihre ausgelegten Bodenfallen belegen konnte.

Rasche Vermehrung bei warmen Temperaturen

Aufgrund der aktuellen Wetterlage ist der Flug jedoch noch recht verhalten. Dies wird sich mit zunehmender Temperatur sicherlich ändern. In den warmen Sandböden entlang des Rheins fühlen sich die Maikäfer besonders wohl und finden die besten Voraussetzungen, sich rasch zu vermehren. Mit seinen 2,5 cm ist der Maikäfer einer unserer größten Käferarten und verursacht im Flug ein deutlich hörbares Brummen. Durch sein massenhaftes Auftreten ist es ihm ein leichtes, die frisch ausgetriebenen Blätter eines ganzen Baumes innerhalb kurzer Zeit kahlzufressen. Nun stehen bereits immer wieder kahlgefressene Eichen im sonst grünen Hardtwald, die einen unschönen Anblick bieten.

Geschädigte Bäume werden sich erholen

Die geschädigten Bäume sind jedoch in der Lage, dies durch einen zweiten Blattaustrieb im Laufe des Sommers wieder auszugleichen. „Bis Mitte Juni werden auch diese Bäum wieder belaubt sein“, erwartet der Leiter des Kreisforstamtes Dr. Dieter Münch. Weit größere Sorgen bereitet den Förstern die Eiablage der Weibchen in den Boden. Dort entwickeln sich die Larven, auch Engerlinge genannt, über vier Jahre hinweg und ernähren sich von den Wurzeln verschiedener Pflanzen. Wenn aufgrund fehlender Naturverjüngung auf manchen Flächen junge Bäume gepflanzt werden müssen, sind deren Wurzeln ein gefundenes Fressen für die Engerlinge im Boden. Dadurch vertrocknen die Pflanzen und es ist unmöglich, eine neue Waldgeneration heranzuziehen.

Kreisforstamt ergreift Gegenmaßnahmen

„Wir wissen um die Problematik des Maikäfers in der Schwetzinger Hardt“, erklärt Dr. Dieter Münch, „und ergreifen verschiedene Gegenmaßnahmen“. Eine davon ist, den Wald über die natürliche Verjüngung in eine neue Generation zu überführen. Hier wachsen aus den Samen der Mutterbäume auf einem Quadratmeter viele Tausend Jungpflanzen, deren Wurzeln in der Regel nicht alle von den Engerlingen gefressen werden. Es bleiben so genügend Pflanzen übrig, die zu stattlichen Altbäumen heranwachsen können. Eine andere Möglichkeit ist, im Herbst des Flugjahres, wenn die Larven im Boden noch sehr klein sind und weniger Nahrung brauchen, junge Bäume zu pflanzen. Diese haben dann zwei Jahre Zeit, kräftige Wurzeln zu bilden, bevor die Engerlinge im 3. Lebensjahr richtig hungrig werden.

 

22.03.2016

Viele Ideen für den Waldtag 2016

Am 18.9.2016 plant das Kreisforstamt einen großen Waldtag zum regionalen Waldschutzgebiet. Bei einem Workshop sammelten mögliche Partner und Akteure Ideen für das Programm.

 

„Mit so vielen und konkreten Ideen für den Waldtag 2016 hatte ich nicht gerechnet“, bilanzierte der Leiter des Kreisforstamtes, Dr. Dieter Münch, die Ergebnisse eines Workshops. Die Forstverwaltung hatte die Hardtgemeinden, Verbände und Initiativen aus der Region dazu eingeladen, Vorschläge für das Programm des „Waldtages 2016“ einzubringen. Am 18. September wird das Kreisforstamt in und um die Bürgerbegegnungsstätte in Reilingen zum ersten Mal einen großen, allgemeinen Waldtag für die ganze Schwetzinger Hardt organisieren. „Bei dieser Veranstaltung wollen wir nicht nur forstliche Themen präsentieren“, so Dr. Dieter Münch, „sondern ein breites Programm bieten, an dem sich auch interessierte Gruppen und Organisationen gerne beteiligen können. Damit möchten wir das Motto `Unser Wald. Schwetzinger Hardt´ mit Leben füllen.“

Große Resonanz beim Workshop


Insgesamt 28 Personen folgten der Einladung des Kreisforstamtes und sammelten beim Workshop im Reilinger Rathaus in verschiedenen Arbeitsgruppen konkrete Vorschläge für das Programm. „Wir brauchen Ideen, um den Waldtag zum Glänzen zu bringen“, brachte es der Reilinger Bürgermeister Stefan Weisbrod auf den Punkt. In kurzer Zeit entwickelten die Teilnehmer des Workshops rund 30 Programmpunkte: Von „Waldweide erlebbar machen“ über „Geocaching“ und „Exkursionen zu naturkundlichen und geschichtlichen Themen“ bis hin zu „Ruheplatz mit Lesungen“ und „Kinderaktionsprogramm“ lauteten die Titel der Vorschläge, die in „Maßnahmenblättern“ näher ausgearbeitet wurden. Das war jedoch nicht nur ein Brainstorming ins Blaue hinein: Hinter den meisten Ideen stehen auch Personen und Gruppen, die so eine Aktion umsetzen können. So haben sich beispielsweise örtliche Vereine aus Reilingen bereit erklärt, für das leibliche Wohl zu sorgen. Auch Vertreter von vier der sieben Hardtgemeinden beteiligten sich an der Diskussion und brachten nützliche Vorschläge unter anderem für die Organisation der Veranstaltung ein.


Partizipativer Ansatz bei der Planung


„Mit unserem Ansatz, regionale Akteure zu einem frühen Zeitpunkt in die Vorbereitung einzubinden, befinden wir uns auf einem vielversprechenden Weg“, bekräftige Dr. Dieter Münch am Ende des Workshops. In den nächsten Wochen und Monaten kommt es darauf an, diese Ideen weiter zu konkretisieren. Denn der Zeitplan ist sportlich: Bis Anfang Mai soll das Programm mit den Stationen für den geplanten Waldparcours, die Exkursionen und anderen Angebote stehen. Dann bleibt genügend Zeit, um den Waldtag auch in der Öffentlichkeitsarbeit zum Glänzen zu bringen und viele Menschen für einen Besuch zu begeistern.

 

 

07.03.2016

Holzeinschlag beansprucht Waldwege

Das Kreisforstamt bittet Erholungssuchende um Verständnis für die Beeinträchtigung der Wege durch die zur Zeit notwendigen Waldarbeiten. 

 

 
Wo Holz eingeschlagen wird, leiden zur Zeit die Waldwege

 

Was die Förster bereits am Ende des viel zu heißen und trockenen Sommers 2015 befürchtet hatten, ist eingetreten: In der gesamten Rheinebene einschließlich der Schwetzinger Hardt sind eine erschreckend große Anzahl an dürren Kiefern zu sehen. Tatsächlich verlief der Absterbeprozess auf den sehr wasserdurchlässigen Sandböden des Rheintals besonders dramatisch. Diese abgestorbenen Bäume müssen nun nach und nach gefällt und aufgearbeitet werden. Durch den notwendigen Einschlag von Dürrholz entstehen – verteilt auf die gesamte Schwetzinger Hardt – derzeit viele einzelne Einschlagorte mit teils erheblichen Holzmengen. Aufgrund der anhaltend feucht-warmen Witterung ohne nennenswerte Frostperioden werden die Wege dort, wo Holz gemacht wird, stark in Mitleidenschaft gezogen und präsentieren sich daher oft in sehr schlechtem Zustand. Dies ist für die Bevölkerung, die sich gerne im Wald aufhält, wenig erfreulich und ein verständliches Ärgernis. Bis die Wege wieder in Stand gesetzt sind, bittet das Kreisforstamt daher alle Erholungssuchenden nach Möglichkeit auf unbeeinträchtigte Wege auszuweichen. „Wir hoffen auf das Verständnis der Menschen, die sich im Wald erholen möchten, und bemühen uns, den gewohnt guten Zustand der Wege sobald wie möglich wieder herzustellen“, sagt Revierleiter Achim Freund. „Dazu müssen wir zuerst die Holzerntearbeiten abschließen und warten, bis die Wege entsprechend abgetrocknet sind.“

 

25.02.2016

Wanderausstellung mit Siegerbildern

Die Siegerbilder aus dem Fotowettbewerb "Ihr Blick auf die Schwetzinger Hardt" werden ab jetzt in einer öffentlichen Wanderausstellung präsentiert.

  • 18.4. bis 27.5.2016 im Rathaus Sandhausen
  • 1.6. bis 8.7.2016 im Rathaus Oftersheim
  • 13.7. bis 19.8.2016 im Rathaus Leimen
  • 24.8. bis 30.9.2016 in Stadtbücherei Walldorf
  • 5.10. bis 11.11.2016 im Rathaus Hockenheim

Jeweils zu den Öffnungszeiten der Rathäuser bzw. der Bücherei zugänglich. 

 

Foto: Siegerbild „Sonnenuntergang an der Jim-Clark-Kurve“ von Tobias Naber


Wer die außergewöhnlichen und beeindruckenden Fotos im Großformat betrachten möchte, hat dazu im Laufe des Jahres in den Rathäusern der Hardtwaldgemeinden Gelegenheit. Zusammen mit weiteren interessanten Informationen beginnt die Wanderausstellung am 1. März 2016 im Rathaus in Reilingen. Von dort geht es im April nach Sandhausen und im Juni nach Oftersheim. Im August präsentiert sich die Wanderausstellung in Leimen, im September in der Bücherei in Walldorf. Den Abschluss macht im Oktober die Stadt Hockenheim.
Die von der Jury ausgewählten Siegerbilder zeigen ganz unterschiedliche, teilweise völlig unerwartete Aspekte des Waldes. „Wir waren überrascht von der Qualität der Bilder“, so der Leiter des Kreisforstamtes Dr. Dieter Münch. „Deshalb möchten wir sie mit dieser Wanderausstellung in nächster Zeit noch einem größeren Publikum zugänglich machen“.

Siegerbilder mit spannenden Motiven

Den ersten Platz erreichte Tobias Naber aus Plankstadt mit seinem stimmungsvollen „Sonnenuntergang an der Jim-Clark-Kurve“. Die Biotope – offene Sandflächen und Sandrasen, in der Mitte ein Feuchtbiotop, im Hintergrund ein Kiefern-Altholz – stehen exemplarisch für den Natur-und Artenschutz im Regionalen Waldschutzgebiet. Ihm folgt auf Platz zwei der Walldorfer Frank Rein, der mit einer Nachtaufnahme den Kontrast zwischen dem dynamischen Verkehr auf der „B 291“ zwischen Walldorf und Oftersheim und der Stille des Waldes rechts und links davon einfängt. Der Mensch und die Erholung im Wald stehen bei Theo Reinhards herbstlichem Foto „Die Pilzsucherin“ im Mittelpunkt, das den dritten Preis bekam. Er kommt aus Oftersheim, ebenso wie Tobias Oberacker, der mit seinem „Weitblick“ auf Platz vier die ganze Bandbreite des Waldbaus eingefangen hat. Unter den vielen Pilz-Fotos ragte das von Jürgen Hollerbach aus Schwetzingen heraus, der den fünften Platz belegte. Einen wieder ganz anderen Blick auf den Wald warf der Oftersheimer Victor Esser, der sein Foto während eines „Bike rides“ aufnahm. Dieses Foto steht für den dynamischen Freizeitsport, der in unserer immer stärker urban geprägten Wohn- und Arbeitswelt an Bedeutung gewinnt. Der Sonderpreis ging an Thomas Fichtner aus Hockenheim, dem es gelungen war, einen brütenden Ziegenmelker zu fotografieren. Dieser gut getarnte Vogel ist eine Leitart für die lichten Hardtwälder mit offenen Sanddünen in Nordbaden und so etwas wie das Symboltier des Waldschutzgebietes.

 

25.01.2016

Siegerehrung im Fotowettbewerb

Die Sieger im Fotowettbewerb "Ihr Blick auf die Schwetzinger Hardt" wurden im Kreisforstamt geehrt.

 


Landrat Stefan Dallinger gratuliert dem ersten Preisträger, Tobias Naber, im Beisein des 1. Landesbeamten Joachim Bauer, des Kreisforstamtsleiters Dr. Dieter Münch und des Ministerialrats Felix Reining (v.r., Bild: D. Burkhardt)

"Ihr Blick auf die Schwetzinger Hardt" - unter diesem Motto führte das Forstamt des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis im vergangenen Jahr einen Fotowettbewerb durch. "Mit über 120 eingesendeten Fotos war die Resonanz sehr groß und zeigt in eindrücklicher Weise, was das Regionale Waldschutzgebiet alles zu bieten hat", freute sich Landrat Stefan Dallinger. Die Motive reichten von Pflanzen und Tieren, Waldstimmungen, Erholungssuchenden bis hin zur Waldbewirtschaftung.

 

Preisverleihung im Kreisforstamt


Die Gewinner im Fotowettbewerb und ihre Bilder wurden bei einer Preisverleihung im Kreisforstamt vorgestellt: Landrat Stefan Dallinger und Ministerialrat Felix Reining als forstlicher Vertreter des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz gratulierten den insgesamt sieben Preisträgern bei einer Siegerehrung im Kreisforstamt.
Für die Jury war es zuvor nicht einfach gewesen, die Siegerfotos auszuwählen. Kriterien für die Auswahl waren neben der fotografischen Qualität und der Ausstrahlung des Bildes auch der konkrete Bildinhalt. "Der Dreiklang der Funktionen der Schwetzinger Hardt - Naturschutz, Erholung und Waldwirtschaft - sollten auf dem Foto zu sehen sein", sagte hierzu der Leiter des Kreisforstamtes und Jurymitglied Dr. Dieter Münch.

In den nächsten Wochen werden die Siegerfotos in den Rathäusern der Hardtwaldgemeinden öffentlich ausgestellt.